Wein der Woche ab 07.11.16

Seit dem 19. Jahrhundert erzeugt die Familie Torres Wein. Eines der verdienstvollsten Familienmitglieder ist Miguel A. Torres, der sich wie kein anderer Winzer seiner Zeit um den spanischen Qualitätsweinbau verdient machte und macht: Innovative Schöpferkraft gepaart mit dem größten Respekt der Weinbautraditionen, engagiertes Eintreten für einen ökologischen Weinbau oder die Wiederentdeckung und Neuanpflanzung autochthoner Rebsorten* sind nur einige Indizien, welche die hohe Qualität und weltweite Anerkennung der Torres-Weine erklären mögen.

Campos Ibéricos: 100% sortenrein aus dem Tempranillo bereitet und vergleichsweise kurze Zeit im Fass gereift, verkörpert er die ebenso köstliche wie ausdrucksvolle Frucht und markante aromatische Intensität seiner Rebsorte und seiner Heimat. Dunkles Rubinrot, in der Nase tief konzentrierte Aromen von reifen dunklen Früchten (Kirschen, Heidelbeeren, Schlehen) vor einem leicht rauchigen Hintergrund mit feinen Röst- und Toastnoten. Am Gaumen kraftvoll und vollmundig mit der aromatischen Frucht des Bouquets, fein strukturiertem Tannin und elegantem, leicht würzigem Nachhall. Passt perfekt zu mild gewürztem Fleisch, gebratenem Fisch, mediterranen Gemüsegerichten oder auch zu mittelkräftig gereiftem Käse.

Torres, Campos Ibericos, Crianza, Tinto, Red, Negre, 2011 sesne anyada

*autochthone Rebsorten: Als autochthone Rebsorten bezeichnet man einheimische, alteingesessene Rebsorten, die in einem bestimmten Anbaugebiet beheimatet sind. Der Begriff autochthon stammt aus dem Altgriechischen und bildet sich aus den Wörtern autós („selbst“) und chthōn („Erde“). Autochthon bedeutet also so viel wie „einheimisch“, „eingeboren“ oder „bodenständig“. Autochthone Arten sind Arten, die in ihrem jeweiligen aktuellen Verbreitungsgebiet entstanden sind und ihren Ursprung haben.

Spricht man von autochthonen Rebsorten, meint man also eine indigene Art von Rebe, die traditionsgemäß nur in einem bestimmten Gebiet kultiviert wird. Als wirklich autochthon gilt eine Rebsorte allerdings nur dann, wenn sie seit mindestens 200 Jahren in diesem bestimmten Gebiet wächst und auch immernoch dort angebaut wird.